wir und unser Hof

Esther und Marko

Wir heißen Esther und Marko und haben beide an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde „Ökolandbau und Vermarktung“ studiert. Zu unsere Familie gehören vier Kinder.

Ich, Esther, kümmere mich um die Anbauplanung und einen großen Teil des Gemüseanbaus. Während meiner letzten Tätigkeit arbeitete ich für mehrere Jahre als Umweltreferentin und konnte mich in diesem Zusammenhang sehr intensiv mit dem Thema Bodenfruchtbarkeit auseinandersetzen.

Ich, Marko, kümmere mich um den Kontakt zu unseren Mitgliedern, mache alles rund um die Buchhaltung, bringe das Gemüse zu den Abholpunkten, betreibe und aktualisiere die Webseite, schreibe den Newsletter und erledige einen kleineren Teil des Gemüseanbaus (Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln).

Beruflich startete ich im IT-Bereich. Dort arbeitete ich bis 2007. Zu diesem Zeitpunkt begann eine immer größere Unzufriedenheit in mir zu keimen. Mich störte immer mehr das "Höher-Schneller-Weiter-Prinzip". Überall spürte man ungesunde Konkurrenz. Jeder und alles musste ständig wachsen (ein grenzenloses Wachstum gibt es nicht!)!  Gegeneinander statt Miteinander war die Devise.

Nach dem Ausstieg beschäftigte ich mich zum ersten Mal mit der Permakultur, besuchte entsprechende Kurse und konnte erste praktische Erfahrungen mit diesem System sammeln. Danach arbeitete ich mehrere Monate im Gemüsebereich des Ökodorfes Brodowin. Zuerst war ich begeistert, weil ich mich hier zum ersten Mal sehr intensiv mit dem professionellen Anbau von gesundem Bio-Gemüse beschäftigen konnte. Aber schnell merkte ich, das mir hier alles viel zu groß und anonym war. Das Gemüse wird zum größten Teil an den Großhandel abgegeben. Mir fehlte der direkte Kontakt zum Verbraucher. Auch waren die Arbeiten auf dem Feld sehr monoton, denn die zu bearbeitenden Flächen waren sehr, sehr groß. Zudem wünschte ich mir mehr Vielfalt.

2008 begann ich dann zu studieren und konnte in dieser Zeit ein ganzes Semester auf der Alderlea Farm, einem Demeter CSA-Gemüse-Hof auf Vancouver Island (Kanada, BC) verbringen. Hier lernte ich zum ersten Mal die Solidarische Landwirtschaft in der Praxis kennen. Ich war total begeistert (kann man hier auch nochmal nachlesen) und mein Wunsch, einen solchen Hof selbst aufzubauen, war geboren.

Später, in meiner Abschlußarbeit, beschäftigte ich mich dann mit dem Thema "Reduzierte Bodenbearbeitung". Während meiner mehrmonatigen Recherchen erkannte ich, das es durchaus möglich ist, einen Betrieb erfolgreich zu führen, wenn man den Boden weniger stark bearbeitet (also z.b. pfluglos). Das Thema Bodenbearbeitung ist jedoch ein sehr komplexes System (und muß von Betrieb zu Betrieb auch unterschiedlich betrachtet werden) und es reicht nicht aus, den Pflug einfach "in die Ecke zu stellen". Meine Abschlußarbeit ist im Akademiker Verlag als Buch erschienen.

Wir haben aktuell 5,5ha Acker gepachtet. Auf unseren Flächen wurden 2014 ca. 580 Apfelbäume gepflanzt (500 x Roter Boskoop, 80 x Cox Orange).

 

Betriebsspiegel:

  • SoliLa Damitzow, Damitzower Straße 12, 16307 Tantow
  • Gesamtfläche: 5,5ha (1ha Gemüse, 4,5ha Grünland)

 

Standortbedingungen:

  • Jahresdurchschnittstemperatur: 8.7 °C
  • Jahresdurchschnittsniederschlag: 539 mm
  • Bodenart: mittel lehmiger Sand
  • Ackerzahl: 35-42

 

Zu uns gelang man relativ gut mit dem Zug RB66 (Gesundbrunnen bzw. Angermünde - Stettin). Meistens musst man in Angermünde umsteigen. Bis Angermünde nutzt man den RE3 (Richtung Stralsund oder Prenzlau). Die Fahrzeit beträgt ca. 1,5h (Fahrplan Hinfahrt, Fahrplan Rückfahrt).  

Ideal ist die Nutzung des Sondertickets Berlin-Stettin (Fahrpreisinformation) für aktuell 10€ (einfach Fahrt) bzw. 7,50€ ermäßigte. Unser nächstgelegener Bahnhof ist in Tantow (letzter Halt in Deutschland). Von dort sind es nochmal knapp 3km bis zu unserem Hof. 

Mit dem Auto kann man die Autobahn A11 nutzen (Anschlussstelle Tantow). Die Entfernung beträgt ca. 120km (Fahrzeit 1h20min) zum Landladen Kastaven (Abholraum) bzw. 128km (Fahrzeit ebenfalls 1h20min) bis zum Helmholzplatz.